Greenwashing Definition: Was ist Greenwashing überhaupt?

Greenwashing Definition: Was ist Greenwashing überhaupt?
6. Februar 2022 Julian
5 Min. Lesezeit

[Teil 2]

Greenwashing Definition

Du möchtest wissen, was die Fiji Inseln mit Greenwashing zu tun haben?

Vielleicht musstest du gleich and das gute alte Fijii Wasser denken 🤔

YouTube video

Ein ganz klares Beispiel für Greenwashing. Was nämlich in dem tollen Werbespot nicht gezeigt wird, sind extrem lange Transportwege die einen enorm hohen CO2 Verbrauch nach sich ziehen. Alles Nebensache, schließlich ist es „its earth finest water“.

Aber nein, auf Greenwashing Beispiele gehen wir später noch ein.

Tatsächlich gibt es noch eine weitere Verbindung mit den Fiji Inseln …

Greenwashing_Fiji

Die Wortschöpfung Greenwashing ist ebenfalls auf die Fiji Inseln zurückzuführen.

Seinen Ursprung findet der Begriff 1986 durch den Umweltaktivisten Jay Westervelt. Auf den Fiji-Inseln bat ein Hotel seine Kunden, Handtücher mehrmals zu verwenden. Das sollte dem Wasserverbrauch vorbeugen und das Ökosystem der Fiji-Inseln retten. Zur gleichen Zeit vergrößerte sich das Hotel und griff massiv in das Ökosystem ein.

Das Hotel suggeriert seiner Kunden augenscheinlich Verantwortung für die Umwelt. Am Ausbau des Hotels hindert es sie aber nicht. Das Kerngeschäft bleibt demnach unverändert.

Greenwashing_Definition_duden

Der Begriff Greenwashing ist mittlerweile ein feststehender Begriff. Er beschreibt eine irreführende Unternehmenskommunikation in Bezug auf umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Handeln. [1]

Greenwashing kann dabei sowohl auf Unternehmensebene wie auch auf Produktebene erfolgen.

Greenwashing wird keinesfalls erst seit den 80er Jahren praktiziert. Bereits lange davor bedienten sich Unternehmen irreführender Werbung. Zu dieser Zeit gab es einfach noch keinen konkreten Namen dafür.[2]

Warum ist Greenwashing ein Problem?

Das Problem liegt auf der Hand. Unternehmen täuschen uns mit ihren Aussagen. Das hat weitreichende Folgen, die oftmals erst auf den zweiten Blick ersichtlich sind:

Vertrauensbruch bei Verbrauchern

Unternehmen lassen uns also glauben, dass sie im Interesse sozialer und ökologischer Verantwortung handeln.

Und das machen Unternehmen wirklich gut. Hier werden teilweise riesige Medienbudgets eingesetzt, um ihre Verantwortung mit kreativen Kampagnen hervorzuheben. Da fällt es leicht, die Versprechen zu glauben.

Schnell wirft man die eigene Skepsis über Bord und vertraut den Unternehmen.

Das ist verständlich und geht uns auch so. Aus eigener Erfahrung bedarf es einer umfangreichen Recherche, um diese Aussagen zu bewerten. Im Rahmen von Fairlier nehmen wir uns dafür die Zeit. Manchmal können wir aber auch nicht mehr, als am Ende auf die Aussage eines Unternehmens zu vertrauen.

Im Alltag wird aber vor allem bei täglichen Kaufentscheidung selten eine umfangreiche Recherche vorangestellt. Das nutzen Unternehmen aus.

Das Problem wird vor allem deutlich, da ein Großteil von uns gerne mehr für ein nachhaltiges Produkt bezahlt.[3] Folgt ein Greenwashing Skandal nach dem anderen wird das Vertrauen der Verbraucher zerstört. Was folgt ist Resignation und das Gefühl, nichts ändern zu können.

Status Q durch Greenwashing

Wir bewegen uns auf der Stelle. Durch Greenwashing findet keine Entwicklung im Bereich Nachhaltigkeit statt. Katharina Hartmann geht in ihrem Buch „Die grüne Lüge“ auf dieses Problem ein.

Sie behauptet, dass Greenwashing deshalb so gut funktioniert, weil wir durch Greenwashing nichts an unserem Konsumverhalten verändern müssen. Wir können wie gewohnt konsumieren und haben durch die Versprechen der Unternehmen ein grünes Gewissen.

Gleichzeitig müssen Unternehmen nichts an ihrem Verhalten verändern.

Das Problem liegt hier ebenfalls klar auf der Hand. Der menschgemachte Klimawandel schreitet fort und mit Greenwashing halten wir ihn nicht auf.[4]

Quellen:

  • [1]https://www.researchgate.net/publication/339184558_Concepts_and_forms_of_greenwashing_a_systematic_review
  • [2] https://www.theguardian.com/sustainable-business/2016/aug/20/greenwashing-environmentalism-lies-companies
  • [3] https://www.nielsen.com/wp-content/uploads/sites/3/2019/04/Global20Sustainability20Report_October202015.pdf
  • [4] https://www.tagesschau.de/ausland/europa/weltklimarat-bericht-vorab-101.html

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